KSL erreicht den Kupferschiefer mit der Bohrung CuSp 136 in Spremberg

Bohrarbeiten liegen ungeachtet widriger Wetterverhältnisse voll im Plan

Die KSL-Bohrung CuSp 136 in Spremberg hat am 28. Januar um 19:30 Uhr den Kupferschiefer mit einer Mächtigkeit von 53cm in einer Teufe von 1.052 Meter angetroffen. Damit ist ein wichtiges Etappenziel der derzeit stattfindenden Erkundungsbohrungen in der Spremberger Lausitz erreicht.

Kupferschiefer ist die wichtigste erzführende Zone in der geologischen Zechsteinsequenz, die von Deutschland bis Polen vor über 200 Millionen Jahre gebildet wurde.

Mit Erreichen des Kupferschiefers werden in einem Kernbohrverfahren mit einer diamantbesetzten Kernbohrkrone Bohrkerne aus der Erzlagerstätte gewonnen und an die Oberfläche befördert. Im Labor werden diese Bohrkerne nun auf die Erzgehalte hin untersucht. Im Bereich des Erzhorizontes, aber auch in den vorherigen Bohrabschnitten, die verrohrt wurden, werden zerstörungsfreie elektro-geophysikalische Messungen durchgeführt, um unter anderem den Schichtenaufbau der Lagerstätte darzustellen.

Meilenstein der Erkundungsbohrungen

„Ungeachtet des beißend kalten Winters haben unsere Geologen und Bohrleute heute einen großen Arbeitserfolg zu verzeichnen. Wie erwartet und von unseren Geologen vorausgesagt, haben wir mit der Durchteufung des metallführenden Kupferschiefers den verbindenden Lagerstättenteil entdeckt, der uns noch zwischen Graustein und Spremberg fehlte. Dieser Erfolg vergrößert die Lagerstätte nochmals. Er wird dazu beitragen die Wirtschaftlichkeit des Bergwerks für die kommenden Jahrzehnte nachzuweisen. Wir freuen uns sagen zu dürfen, dass wir in so kurzer Zeit und vor allen Dingen ohne jeden Zwischenfall diese wichtige Etappe unserer Erkundungsbohrungen durchschritten haben. Wir erwarten vergleichbar gute Ergebnisse bei den noch laufenden Bohrungen CuSp 131 und CuSp 133, “ so Volker Spieth, der als Geschäftsführer der Kupferschiefer Lausitz GmbH die Gesamtverantwortung für das Projekt trägt.

Und der Spremberger Bürgermeister, Dr. Klaus-Peter Schulze, der es sich trotz eisiger Kälte nicht hat nehmen lassen, beim Erreichen des Kupferschieferflözes dabei zu sein, meint: „Die ganze Region hier fiebert mit, dass die KSL findet, was sie sich erhofft. Der „Lausitzer Kupferschatz“ wird auf Jahrzehnte hin wirtschaftlichen Nutzen und regionale Zukunft stiften, wenn sich die Prognosen bewahrheiten. Wir Spremberger sind stolz und glücklich, bei dieser Entwicklung in der ersten Reihe dabei zu sein“.

Ergebnisse der Analysen noch im Februar

Die Ergebnisse der metallurgischen Untersuchungen werden noch im Verlauf des Februars erwartet. Gleichzeitig gehen die parallel stattfindenden Bohrarbeiten mit den Bohrungen CuSp 131 zwischen Spremberg und Graustein und CuSp 133 in Schleife planmäßig weiter.

Über die jeweiligen Projektfortschritte und besonders über die Ergebnisse der unmittelbar bevorstehenden metallurgischen Untersuchungen der Bohrkerne wird die Öffentlichkeit zeitnah informiert werden.

KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH

KSL ist ein deutsches Bergbauunternehmen mit Sitz in Spremberg und 100%-ige Tochter der Bergbaugesellschaft Minera S.A., die auf die Erkundung und den Abbau von Bunt- und Edelmetallerzen spezialisiert ist. Der KSL wurde 2007 die behördlichen Aufsuchungserlaubnis für die Kupferschiefer-Lagerstätten Spremberg und Graustein in Brandenburg sowie Schleife in Sachsen vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe in Cottbus sowie vom Sächsischen Oberbergamt in Freiberg erteilt. Die Lagerstätten befinden sich in unmittelbarerer Nähe zur polnischen Grenze und wurden bereits zu DDR-Zeiten erkundet. Aktuell findet eine Neubewertung statt. Mit bis zu 1.550 Meter tiefen Bohrungen verifiziert KSL die damaligen Ergebnisse, untersucht eine mögliche Erweiterung der Lagerstätte und testet die Gewinnbarkeit der Metalle.

Kupferschiefer-Lagerstätte Spremberg-Graustein-Schleife

Die Kupfererzvorkommen in der Lausitz wurden bereits zu DDR-Zeiten von 1954 bis 1980 erkundet. Eine Bergwerksentwicklung war seinerzeit in den 1990er Jahren geplant. Das Feld Spremberg-Graustein-Schleife erstreckt sich über eine Fläche von 15 km in der Länge und 3 km in der Breite. Die Lagerstätte hat eine Erz-Mächtigkeit von durchschnittlich 2,5 Meter und ähnelt in seiner flächigen Ausdehnung einem Kohlenflöz. In einem Teufenbereich von 800 bis 1550 Metern liegt das Kupferschieferflöz an der Basis der sogenannten Zechsteinformation, die sich im Erdzeitalter des Perms vor ca. 250 – 300 Millionen Jahren gebildet hat.

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